Klammerprothese

Klammerprothese

Klammerprothese Erläuterungen & Infos

Klammerprothese (Modellgussprothese)

Was ist das?
Eine Klammerprothese (auch Modellgussprothese genannt) ist ein herausnehmbarer Zahnersatz, der mehrere fehlende Zähne ersetzt. Sie besteht aus einem Metallgerüst (meist Chrom-Kobalt-Molybdän), künstlichen Zähnen aus Kunststoff und Halteklammern, die an den eigenen Zähnen befestigt werden.

Wie wird sie gemacht?

  1. Nach einer Vorbehandlung (z. B. Entfernung nicht erhaltungswürdiger Zähne oder Füllungstherapie) wird eine Abformung der Kiefer gemacht.
  2. Der Zahntechniker fertigt ein Modell und plant die Gestaltung der Metallbasis (Gerüst).
  3. Das Gerüst wird im Labor gegossen und mit Kunststoffzähnen versehen, die die fehlenden Zähne ersetzen.
  4. Die Klammerarme werden so gestaltet, dass sie sich an natürliche Zähne anlegen und für Halt sorgen.
  5. Die Prothese wird beim Patienten eingesetzt, angepasst und der Biss kontrolliert.
  6. Nach Eingewöhnung erfolgt die Endpolitur und eventuelle Nachkorrekturen.

 

Vorteile:

  • Kostengünstige Lösung
  • Relativ einfache Herstellung
  • Jederzeit herausnehmbar (für Reinigung)
  • Erweiterbar bei späterem Zahnverlust

Nachteile:

  • Sichtbare Metallklammern, eingeschränkte Ästhetik
  • Kann sich zunächst „fremd“ im Mund anfühlen
  • Klammern können Druckstellen verursachen
  • Kaukraftübertragung ist weniger natürlich als bei festsitzendem Zahnersatz

Kassenleistung?
Ja, die Klammerprothese gilt als Regelversorgung bei mehreren fehlenden Zähnen. Die GKV übernimmt die Kosten anteilig im Rahmen des Festzuschusses – mit Bonusheft ggf. mehr. Ästhetisch unauffälligere Lösungen wie Geschiebe- oder Teleskopprothesen sind Privatleistungen mit Eigenanteil.