Veneers
Was ist das?
Veneers sind dünne, lichtdurchlässige Schalen aus Keramik oder Komposit, die auf die sichtbare Vorderfläche der Frontzähne geklebt werden. Sie dienen der ästhetischen Korrektur von Zahnform, Zahnfarbe oder leichten Fehlstellungen.
Wie wird es gemacht?
- Zunächst erfolgt eine ästhetische Analyse und Planung – ggf. mit Fotos oder einer Simulation (Mock-up).
- In den meisten Fällen wird der Zahnschmelz minimal (ca. 0,3–1,5 mm) beschliffen, um Platz für das Veneer zu schaffen. Bei „Non-Prep-Veneers“ ist kein Schleifen nötig.
- Anschließend wird eine Abformung (konventionell oder digital) gemacht.
- Im Labor fertigt der Zahntechniker das Veneer individuell aus Keramik.
- In der nächsten Sitzung wird das Veneer zunächst mit einem speziellen Gel „anprobiert“ – Farbe und Passung werden überprüft.
- Danach wird es mit einem besonderen Kleber dauerhaft mit dem Zahn verbunden.
- Überschüsse werden entfernt, der Kleber ausgehärtet und der Übergang poliert.
Vorteile:
- Sehr natürliche Ästhetik
- Schonung der Zahnsubstanz (minimalinvasiv)
- Farbstabil und langlebig (Keramik)
- Kaum Reizwirkung auf das Zahnfleisch
Nachteile:
- Kostenintensiv
- Nicht für stark zerstörte Zähne geeignet
- Nicht dauerhaft, nach Entfernung meist erneuerungsbedürftig
- Bruchrisiko bei starker Belastung (z. B. Knirschen)
Kassenleistung?
Nein. Veneers gelten als rein kosmetische Behandlung und sind keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Auch bei Privatversicherten ist eine Kostenübernahme selten. In medizinisch begründeten Einzelfällen (z. B. Zahntrauma bei Jugendlichen) kann eine Ausnahmeprüfung erfolgen.
